Lichtplanung –
Was gute Beleuchtung ausmacht
Während die Beleuchtung in einem Ladengeschäft verkaufsfördernd (Produkte ins rechte Licht setzen) wirken soll, muss sie im Büro oder einer Produktionshalle eher einen produktivitätssteigernden Charakter haben. An unfalltrachtigen Orten hingegen wie bspw. einer Baustelle hilft Licht, Unfälle zu vermeiden und somit die Sicherheit zu erhöhen. Zu Hause in den eigenen vier Wänden wird oftmals viel Wert auf Gemütlichkeit gelegt.
Auch hier kann Beleuchtung, bspw. durch Dimmbarkeit und warmweiße Lichtfarbe, einen entsprechenden Beitrag leisten. Der Biorhythmus, das Wohlbefinden und die Stimmung als auch Konzentrationsrahigkeit von Menschen werden maßgeblich durch Licht beeinflusst.
Was macht eine gute Beleuchtung in einer Halle, einem Shop, im Büro oder auf einer Baustelle, in einem Parkhaus, einer Praxis und einer Sporthalle aus, um nur einige wenige Orte zu nennen, an denen Menschen teilweise oder ganz auf künstliches Licht angewiesen sind, um arbeiten oder Freizeitaktivitäten nachgehen zu können?
Bei der Lichtplanung berücksichtigt Moelle gemeinsam mit den Kunden alle relevanten Faktoren, um optimale Beleuchtungslösungen zu entwickeln. Dabei geht es um weit mehr als nur die Auswahl einzelner Komponenten – entscheidend sind die Anforderungen des Projekts, die räumlichen Gegebenheiten und die gewünschten funktionalen sowie gestalterischen Effekte. Durch fachkundige Beratung und praxisorientierte Empfehlungen entsteht ein Konzept, das sowohl technisch überzeugt als auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Das bieten wir Ihnen -
Optimale Beleuchtungslösungen für Ihren individuellen Anwendungsfall
Lichtberechnung
„Wir erstellen präzise Lichtberechnungen, damit Ihre Räume optimal ausgeleuchtet werden und die Anforderungen an Helligkeit und Komfort zuverlässig erfüllt sind.“
DIN-Normen und Vorschriften
„Wir sorgen dafür, dass alle Lichtplanungen den geltenden DIN-Normen und Vorschriften entsprechen – Sicherheit und Qualität stehen dabei für uns an erster Stelle.“
Recycling
„Wir achten darauf, dass Materialien und Leuchten so nachhaltig wie möglich eingesetzt werden und recyclingfähig sind, um Ressourcen zu schonen.“
Wirtschaftlichkeit
„Wir planen Ihre Lichtlösungen effizient und kostensparend, sodass Investition und Betrieb gleichermaßen wirtschaftlich bleiben.“
Wartungsintervalle
„Wir berücksichtigen bei jeder Planung die Wartungsintervalle und erleichtern so die langfristige Pflege und den reibungslosen Betrieb Ihrer Lichtanlagen.“
Auswahl
„Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Leuchten und Systeme – abgestimmt auf Einsatzbereich, Design und Energieeffizienz.“
Sicherheit
„Wir stellen sicher, dass alle Lichtinstallationen den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen und zuverlässig funktionieren.“
Lichtsteuerung & Dimmbarkeit
„Wir integrieren moderne Lichtsteuerungen und Dimmlösungen, damit Sie flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren und für jede Situation die passende Beleuchtung haben.“
Der passende Ansprechpartner
für Ihre Lichtanlagen
Dieter Wermeling
Fragen Sie jetzt direkt Ihre Lichtplanung bei unseren Experten an!
Unsere Experten für Elektrotechnik beantworten Ihnen jederzeit kompetent Ihre Fragen zu allen Themen rund um die Lichtplanung. Wir analysieren mit Ihnen gemeinsam und stellen den passenden Plan zusammen.
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Häufige Fragen zur Lichtplanung
Hier finden Sie kurze Antworten auf wichtige Fragen rund um professionelle Lichtplanung, Normen und Beleuchtungskonzepte.
Eine professionelle Lichtplanung ist weit mehr als das Aufhängen von Leuchten oder die bloße Wahl zwischen warmweiß und neutralweiß. Sie beginnt mit einer systematischen Analyse des Raums und seiner Nutzung: Welche Sehaufgaben werden dort ausgeführt? Wer hält sich wie lange dort auf? Welche Normen gelten für diesen Bereich?
Darauf aufbauend entwickelt ein erfahrener Lichtplaner ein ganzheitliches Konzept, das Grundbeleuchtung, Arbeitsplatzbeleuchtung, Akzentlicht und – wo sinnvoll – indirektes Licht miteinander kombiniert. Das Ergebnis ist ein Beleuchtungskonzept, das technische Anforderungen erfüllt, Energie effizient nutzt und gleichzeitig Wohlbefinden, Konzentration und Raumwirkung positiv beeinflusst. Bei Mölle fließen dabei immer auch Wirtschaftlichkeit, Wartungsfreundlichkeit und die Produktverfügbarkeit aus dem eigenen Sortiment in die Planung ein.
Das Herzstück jeder professionellen Lichtplanung ist die Lichtberechnung. Mit Softwaretools wie DIALux evo wird simuliert, welche Beleuchtungsstärken (gemessen in Lux) auf den relevanten Arbeitsebenen tatsächlich ankommen – nicht nur direkt unter der Leuchte, sondern flächendeckend und gleichmäßig.
Für eine präzise Berechnung benötigt der Lichtplaner folgende Angaben:
- Raummaße: Länge, Breite, Deckenhöhe sowie Höhe der Nutzebene (z. B. Tischhöhe bei 0,75 m)
- Raumgeometrie und Grundriss: Lage von Fenstern, Säulen, Arbeitsbereichen
- Reflexionsgrade: Wie hell oder dunkel sind Wände, Decke und Boden (Farbe/Beschichtung)?
- Nutzungsart: Was wird in welchem Bereich gemacht? (Büroarbeit, Kommissionierung, Verkauf, etc.)
- Vorhandene Tageslichtquellen: Fensterflächen und deren Ausrichtung
- Wartungsintervalle: Wie häufig werden Leuchten gereinigt oder ersetzt?
Aus diesen Daten ergibt sich unter anderem der sogenannte Wartungsfaktor (üblicherweise 0,7–0,8), der sicherstellt, dass die Normwerte nicht nur am ersten Tag nach der Installation, sondern dauerhaft eingehalten werden.
Für gewerbliche und industrielle Beleuchtung in Deutschland gelten klare gesetzliche Anforderungen. Die wichtigsten Regelwerke sind:
- DIN EN 12464-1 – Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen (europäische Norm, in Deutschland verbindlich)
- ASR A3.4 – Technische Regel für Arbeitsstätten: Beleuchtung und Sichtverbindung (deutsches Arbeitsschutzrecht, teils strenger als die DIN-Norm)
- DIN EN 12464-2 – gilt für Arbeitsstätten im Freien, z. B. Baustellen oder Außenlager
Diese Normen definieren nicht nur Mindestwerte für die Beleuchtungsstärke in Lux, sondern auch Anforderungen an Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung (UGR-Wert) und Farbwiedergabe (Ra-Wert). Büroarbeitsplätze erfordern beispielsweise mindestens 500 Lux, einen UGR ≤ 19 und eine Farbwiedergabe von mindestens Ra 80.
Wer diese Anforderungen ignoriert, riskiert nicht nur Bußgelder bei Betriebsprüfungen durch die Berufsgenossenschaft oder den Arbeitsschutz – erhöhte Unfallgefahr, Augenbeschwerden und sinkende Produktivität der Mitarbeitenden sind oft die unmittelbareren Konsequenzen.
Seit der Ablösung klassischer Glühlampen durch LED-Technik hat die Wattzahl ihre Aussagekraft als Helligkeitskennwert verloren. Für eine normgerechte Lichtplanung sind heute andere Größen maßgeblich:
Lumen (lm): Gesamter Lichtstrom einer Leuchte. Gibt an, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt.
Lux (lx): Lumen pro Quadratmeter auf der Nutzfläche. Entscheidend für die Normerfüllung: 1 lx = 1 lm/m².
Kelvin (K): Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur. Warmweiß (≤ 3.000 K) = gemütlich; Neutralweiß (4.000 K) = konzentrationsfördernd; Tageslichtweiß (≥ 5.000 K) = aktivierend.
UGR: Unified Glare Rating – Blendungsmaß. Je niedriger, desto blendfreier – wichtig für Bildschirmarbeitsplätze.
Ra (CRI): Farbwiedergabeindex. Gibt an, wie natürlich Farben unter dem Licht wirken; Ra 80+ für Arbeitsplätze.
Ein guter Lichtplaner berücksichtigt alle diese Parameter im Zusammenspiel – denn ein zu hoher Lux-Wert bei schlechter Gleichmäßigkeit oder falscher Farbtemperatur kann trotzdem zu ungünstigen Arbeitsbedingungen führen.
Viele Betriebe stehen vor der Frage: Reicht es, die alten Leuchten 1:1 gegen LED-Varianten auszutauschen? Oft nein – und das aus gutem Grund. Ältere Beleuchtungsanlagen wurden häufig für Leuchtmittel mit anderen Lichtverteilungen und Abstrahlwinkeln ausgelegt. Ein direkter Austausch kann zu ungleichmäßiger Ausleuchtung, ungenutztem Einsparpotenzial oder gar Normverletzungen führen.
Eine professionelle Lichtplanung lohnt sich immer dann, wenn:
- Neubauten oder Umbauten geplant werden
- Bestehende Beleuchtung auf LED umgerüstet werden soll
- Neue Arbeitsbereiche entstehen (z. B. durch veränderte Raumnutzung)
- Energiekosten gesenkt werden sollen – ohne Abstriche bei Qualität oder Normkonformität
- Fördermittel beantragt werden sollen (viele Programme setzen eine dokumentierte Lichtplanung voraus)
Bei Moelle übernimmt unser Experte Dieter Wermeling die vollständige Planung – von der Bestandsaufnahme über die normkonforme Lichtberechnung bis zur konkreten Produktempfehlung aus unserem Sortiment. So entsteht eine Lösung, die technisch, wirtschaftlich und gestalterisch überzeugt.